Kühlung

Frau kühlt ihr Knie

Kühlen Kopf bewahren bei Verletzungen und Entzündungen

Jede Mutter, jeder Freizeitsportler und natürlich die Profis wissen, wie wichtig und entscheidend Kühlung als Erste-Hilfe-Maßnahme bei vielen Verletzungen ist. Ob es der eingeklemmte Daumen in der Tür, der Hammer, der auf den Fuß gefallen ist oder die Blessuren nach ein Zweikampf auf dem Fußballplatz – bei Verletzungen entscheidet die richtige Sofortbehandlung oft über Ausmaß des Schmerzes und Dauer der Verletzung. Kühlung wirkt lokal schmerzlindernd und muskelentspannend. Schwellungen und Blutergüsse werden reduziert und der Stoffwechsel im verletzten Gewebe sowie Entzündungsprozesse verlangsamt. 

Eselsbrücke für PECH-Vögel

Die PECH-Formel für die Erstversorgung von Sportverletzungen nach Prof. Böhmer ist so einprägsam, dass jeder sie im Ernstfall ohne viel Nachdenken genau in der richtigen Reihenfolge einleiten kann.

P = Pause

E = Eis

C = Compression

H = Hochlagern

Pause: Viele Verletzungen sind so schmerzhaft, dass an ein Weitermachen gar nicht zu denken ist. Aber auch bei leichteren Beschwerden sofort unterbrechen, denn jede verlorene Minute kann sich in einer längeren Heilungszeit rächen!

Eis: Man kann den ersten Schmerz eiskalt mit  Eispackungen oder Kühlsprays lindern. Notfalls tut es auch ein kalter Umschlag. Durch starke Kühlung verengen sich nicht nur die Gefäße, was Schwellungen und Blutergüssen entgegenwirkt, sondern es werden auch die Schmerzrezeptoren der Haut blockiert und die schmerzauslösenden Impulse herabgesetzt. Es muss immer tiefenwirksam und langanhaltend gekühlt werden. Verletzungen im Bereich von Knöchel oder Knie mindestens 30 Minuten, eine Verletzung am Oberschenkel mindestens 45 Minuten. 

Compression: Um das Anschwellen so weit wie möglich zu verhindern sieht die PECH-Regel als nächstes das Anlegen eines Kompressionsverbandes vor. Der Druckverband ist besonders wichtig bei Ergüssen an den Gelenken, nach Zerrungen und Prellungen.

Hochlagern: Das Hochlagern der verletzten Körperteile kann helfen, Schwellungen und Einblutungen ins Gewebe zu verhindern oder zumindest einzudämmen. Am effektivsten ist eine Lagerung der verletzten Körperteile über Herzhöhe, da so der Rückfluss des Blutes optimal gefördert und die Blutzufuhr gedrosselt wird. 

Chronische Sportverletzungen

Chronische Sportverletzungen entwickeln sich häufig als Folge von mangelhaft geheilten akuten Verletzungen oder anhaltenden Fehl- oder Überbelastungen des Bewegungsapparates, z.B. durch übersteigertes Training oder falsche Technik. Wenn der Körper die Fehlbelastung nicht mehr ausgleichen kann, kommt es an den gelenknahen Weichteilen (z.B. Schleimbeutel, Sehnen, Sehnenscheiden, Bänder und Gelenkkapseln) zu wiederholten kleinen Verletzungen und Entzündungsreaktionen. Es entstehen chronische, stark schmerzende Reizzustände. Typisch: Tennisarm oder Golfellenbogen, ein Schmerzsyndrom, unter dem nicht nur Tennisspieler und Golfer leiden. Eine solche Sehnenansatzentzündung im Ellenbogenbereich kann sich auch durch Überanstrengung, oder bei regelmäßig gleichen Bewegungsabläufen im Haushalt oder am Arbeitsplatz entwickeln.

Egal ob Tennisarm, Sehnenscheidenentzündung, Schleimbeutelentzündung oder Knieschmerzen durch Überlastung oder Knorpelschäden – bei akuten und chronischen Verletzungen und Gelenkschmerzen ist der 2-Phasen-Effekt

1. Kühlt sofort von außen

2. Bekämpft die Ursache von innen

die Therapieoption aus der modernen Gelenkforschung.

Wärmeumschläge Regelschmerzen