Verletzungen

Auf die Plätze. Fertig. Schmerz!

Sport ist nicht Mord – aber manchmal riskiert man eine Verletzung. Fast 1,5 Mio. Sportunfälle werden jährlich statistisch erfasst, und diese Zahl repräsentiert nur die Unfälle, die ärztlich behandelt werden. Sobald wir uns bewegen,- ob beim Joggen, Skaten, Reiten oder Skifahren, -kann irgendetwas Unkontrollierbares mit dem „Body in motion“ passieren: Ein falscher Tritt, ein kurzes Umknicken auf einer Baumwurzel oder auf dem Tennisplatz, ein Sturz mit dem Fahrrad oder beim Volleyball, schmerzhafte Verletzungen können jeden treffen: Spitzensportler genau so wie Freizeitsportler. 

Prellung, Zerrung Verstauchung & Co

Die Hauptverletzungen beim Sport sind Prellungen und Zerrungen, Brüche und Verrenkungen sowie Muskel- Sehnen und Bänderverletzungen. Am häufigsten trifft es Beine und Füße, dann Arme und Hände, Rumpf und Kopf. Aber nicht nur beim Sport: Auch bei Unfällen im Haushalt rangieren Prellung, Zerrung & Co ganz oben auf der Risikoliste.

Prellung (Kontusion): Der berühmte „Pferdekuss“ oder andere direkte Gewalteinwirkungen von außen, z.B. bei einem Auf- oder Zusammenprall, führen zu schmerzhaften Prellungen. Bei der Prellung werden Blut- und Lymphgefäße zerquetscht und Flüssigkeit tritt ins umliegende Gewebe. Es schwillt an und schmerzt. Wenn zusätzlich kleine Gefäße reißen entsteht ein Bluterguss, der blaue Fleck, der zwei bis 3 Wochen in allen Farben schillert. Ärzte unterscheiden zwischen Muskel-, Knochen- und Gelenkprellungen.  

Mann mit Zerrung

Zerrung (Distension): Speziell Untrainierte stürzen sich oft unvorbereitet und ohne Warm-up-Programm ins Training. Die Folge: Die unzureichend aufgewärmte Muskulatur ist nicht geschmeidig genug und wird vor allem durch ruckartige, plötzliche Bewegungen, z.B. beim Abstoppen auf dem Tennisplatz, überdehnt. Der Muskel rächt sich mit leichtem Ziehen und Stechen bis hin zu krampfartigem Schmerz, sobald man ihn wieder bewegen will. Besonders „zerrungsgefährdet“ sind- Vorder- und Rückseite der Oberschenkel.

Verstauchung (Distorsion): Eine Verstauchung ist kein Beinbruch – aber ein verknackster Knöchel, wenn man in der Hektik des Alltags z.B. die Bordsteinkante hinuntergestolpert ist, kann höllisch wehtun. Bei einer Verstauchung verschieben sich die Gelenkflächen kurzfristig über das normale Maß hinaus gegeneinander. Das überdehnt die Gelenkkapseln und die umliegenden Bänder und Sehnen. Neben der typischen Schwellung kommt es oft auch noch zu Blutergüssen. Man kann das Gelenk zwar noch belasten, aber nur unter Schmerzen. Auch die Beweglichkeit ist stark eingeschränkt. Neben den Stolper- und Umknickfallen im Alltag gibt es Sportarten, die für bestimmte Gelenke besonders gefährlich sind – sozusagen Verstauchung mit Ansage: z.B. Handball, Volleyball und Skilaufen für Daumen- und Fingergelenke, Fußball für die Kniegelenke.

Wärmeumschläge Regelschmerzen