Salben, Cremes und Pflaster

Anwendungen auf der Köperoberfläche (topische Behandlungsmethoden)

Frau cremt ihren Nacken mit Salbe einAls alternative Form zur Einnahme von Medikamenten gelten sogenannte topische Behandlungsmethoden (Lokaltherapie). Hierunter versteht man die Anwendung von medizinischen Wirkstoffen direkt an der jeweils erkrankten bzw. schmerzenden Körperstelle.

Je nach Wirkweise wird unterschieden zwischen Anwendungen zur Schmerzstillung und solchen Anwendungen, die der Förderung der Durchblutung dienen.

Wärmepflaster und Salben: äußerliche Anwendung zur Förderung der Durchblutung

Durchblutungsfördernde Salben und Pflaster erwärmen die betroffenen Körperstellen und können so Verspannungen lösen. Der gefühlte „Wärmeeffekt“ bei dieser Behandlung ist auf die Stimulierung der Wärme- und Schmerzrezeptoren in der eigenen Hautfläche zurückzuführen. Die gewünschte Wärmewirkung erfolgt daher nur oberflächlich. Zum gewünschten Entspannungseffekt in den betroffenen, tieferen Muskelschichten reicht es nicht.

Wichtig ist zudem, dass die Anwendung nicht auf verletzten Hautflächen oder in der Nähe von Schleimhäuten stattfindet. Der Grund heißt „Capsaicin“. Es ist der Hauptwirkstoff auf Basis von Cayennepfeffer-Extrakt, der zur Wärmeerzeugung durch Pflaster und Salben genutzt wird. Kommt Capsaicin dennoch mit diesen sensiblen Hautflächen in Berührung, so können Juckreiz, Hautrötungen und andere Hautreizungen auftreten.

Salben und Gels: schmerzstillende Medizin zum Auftragen

Diese topischen Produkte basieren in der Regel auf ähnlichen Wirkstoffen wie viele rezeptfreie Schmerztabletten und Medikamente. Zur äußerlichen Anwendung werden die Salbe oder das Gel ca. drei bis fünf Mal täglich auf die schmerzende Körperstelle aufgetragen und einmassiert.

Diese Anwendungen werden oft dann in Anspruch genommen, wenn wärmetherapeutische Behandlungen kein befriedigendes Ergebnis mehr erzielen.

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