Bandscheibenvorfall

Frau mit Bandscheibenvorfall bückt sich

Ablauf und Symptome eines Bandscheibenvorfalls

In unserer Wirbelsäule sind 23 flexible Stoßdämpfer integriert: die Bandscheiben. Sie sorgen dafür, dass unser Körper einerseits gestützt wird und anderseits dabei beweglich und flexibel bleibt.

Aber ab einem Alter von ca. 30 Jahren weist nahezu jeder Erwachsene natürliche Verschleiß-Erscheinungen an den Bandscheiben auf. Wenn infolge von Abnutzung der schützende Faserring rissig wird und der gallertartige Kern durch diesen Riss austritt, spricht man von einem Bandscheibenvorfall (Diskusprolaps).

Dieses Problem tritt in der Regel in der unteren Region der Lendenwirbelsäule auf. Dort, wo der Druck des Körpergewichts auf die Wirbel am Größten ist. Bei Bewegungsmangel und Übergewicht ist dieses Risiko entsprechend höher.

Nicht jeder Vorfall der Bandscheiben ist zwangsläufig schmerzhaft, oftmals bleibt er aufgrund der kaum spürbaren Beeinträchtigung sogar von den Betroffenen selbst unbemerkt. Der Gallertkern der Bandscheiben besteht zu 95 Prozent aus Wasser und wird vom Körper nach und nach abtransportiert, so dass eine Operation an den Bandscheiben in vielen Fällen nicht notwendig ist.

Sehr schmerzhaft hingegen wird es dann, wenn der Gallertkern beim Austritt an Nerven im Bereich des Rückenmarks gedrückt wird. Wegen der häufig auftretenden, starken Schmerzen sind in der Regel Schmerzmittel notwendig.

Die Diagnose „Bandscheibenvorfall“ sollte aber vor allem eins nicht bedeuten: das Ende der Bewegungsfreiheit. Im Gegenteil. Nach Abklingen der Schmerzen wird durch eine früh wieder aufgenommene Bewegung und leichtes Krafttraining die Genesung vorangetrieben, indem die Muskeln gestärkt werden und diese die Bandscheiben besser schützen.

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