Illustration einer Frau, die sich beide Haende vor den Unterleib haelt, die Beine scheinen leicht verkrampt zu sein

Regelschmerzen

Regelschmerzen sind weder selten noch banal und Millionen leiden Monat für Monat darunter. Lesen Sie hier, wie und warum Menstruationsschmerzen entstehen und was Sie dagegen tun können.

Übersicht

  • Primäre Regelschmerzen entstehen aufgrund von Kontraktionen des Uterus bei der Abstoßung der Gebärmutterschleimhaut. Sie sind medizinisch unbedenklich.
  • Sekundäre Regelschmerzen entstehen aufgrund von organischen Erkrankungen, können aber auch durch mechanische Verhütungsmittel, wie z. B. die Spirale ausgelöst werden. Hier sollte die Ursache ärztlich abgeklärt und u. U. behandelt werden.
  • Manchmal kommt es schon vor der Regelblutung im Rahmen des prämenstruellen Syndroms (PMS) zu Beschwerden.
  • Zu den häufigsten Symptomen neben Regelschmerzen gehören Rücken- und Kopfschmerzen, Verdauungsprobleme, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen und Kreislaufprobleme.
  • Sehr starke akute Regelschmerzen können Sie mit einem Schmerzmittel und Wärme lindern.
  • Kurzfristig helfen bei Regelschmerzen:
    • Wärmeanwendungen (z. B. Wärmepflaster, Wärmflasche, warmes Vollbad)
    • Hausmittel (z. B. Wickel, Salben, Öle, Tees)
    • Massage und Akupressur
    • Medikamente (Schmerzmittel, pflanzliche und homöopathische Arzneimittel)
  • Langfristig/vorbeugend helfen folgende Mittel und Methoden:
    • Regelmäßige Bewegung
    • Eine ausgewogene Ernährung
    • Entspannungsübungen
    • Hormonpräparate
Ärztin erklärt einer Patientin den Aufbau der Gebärmutter

Wie und warum entstehen Regelschmerzen?

Regelschmerzen sind die häufigsten gynäkologischen Beschwerden überhaupt. Medizinisch betrachtet besteht selten ein Grund zur Besorgnis: Menstruationsbeschwerden sind in den meisten Fällen eine Reaktion auf natürliche Prozesse während des Zyklus.

Der Menstruationszyklus

1. In den ersten beiden Zykluswochen nach der Menstruation regen Sexualhormone die Produktion der Eizellen an und sorgen dafür, dass in der Mitte des Zyklus der Eisprung stattfindet. Als Vorbereitung auf eine mögliche Schwangerschaft baut die Gebärmutter eine dicke, gut durchblutete Schleimhaut auf.

2. Kommt es nach dem Eisprung zu keiner Befruchtung, wird die Gebärmutterschleimhaut wieder abgebaut. Manchmal werden schon in der Phase vor der Blutung erste Beschwerden wahrgenommen, wie Spannungsgefühle in der Brust, Stimmungsschwankungen, Wassereinlagerungen und Verdauungsprobleme. Diese Symptome sind typisch für das sogenannte prämenstruelle Syndrom, kurz PMS genannt.

3. Gegen Ende des Zyklus lösen die uterinen Prostaglandine (Gewebshormone) Kontraktionen im Uterus aus. Die Regelblutung setzt ein und die Reste der Gebärmutterschleimhaut werden abgestoßen.

4. Das Zusammenziehen des Uterus beeinträchtigt die Durchblutung, insbesondere kleinere Gefäße werden quasi abgedrückt. Dieser Vorgang führt häufig zu Spannungsgefühlen sowie Schmerzen und Krämpfen im Bauch, die bis in den Rücken ausstrahlen können.

Menstruationsbeschwerden: Symptome

Während der prämenstruellen Phase und Periode können folgende hormonell bedingten Symptome auftauchen:
  • Unterleibskrämpfe
  • dumpfe Unterbauchschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Spannungsgefühl in den Brüsten
  • verstärkter Harndrang aufgrund von Wassereinlagerungen
  • Verdauungsprobleme (z. B. Völlegefühl, Blähungen, Verstopfung, Durchfall)
  • Übelkeit
  • Heißhunger oder Appetitlosigkeit
  • Hautunreinheiten
  • Gewichtszunahme und Wassereinlagerungen
  • Kreislaufprobleme
  • Schlafstörungen
  • Abgeschlagenheit
  • Stimmungsschwankungen
  • Reizbarkeit
  • innere Unruhe
  • Konzentrationsschwierigkeiten

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Regelschmerzen: Ursachen

Geht die Menstruation regelmäßig mit anhaltenden, krampfartigen Schmerzen einher, sprechen medizinische Fachleute von einer Dysmenorrhö. Sie unterscheiden dabei die primäre und sekundäre, auch „erworbene“ genannte, Dysmenorrhö oder Regelschmerzen.

Primäre Regelschmerzen

Primäre Regelschmerzen treten oft bereits ab der ersten Regelblutung auf, kommen aber häufig erst zur vollen Ausprägung, wenn sich der Körper auf den Monatszyklus eingestellt hat.

Folgende Faktoren begünstigen das Auftreten von primären starken Periodenschmerzen und anderen Symptomen:

  • Alter

    Wenn Sie noch jung sind oder keine Kinder bekommen haben, haben Sie ein größeres Risiko für Regelschmerzen. Nach einer Geburt sowie mit zunehmendem Alter werden die Beschwerden oft geringer.

  • Frühe Menstruation

    Wer die erste Regelblutung (Menarche) schon mit zwölf Jahren oder früher erlebt, ist stärker gefährdet.

  • Körpertyp

    Bei einem schlanken Körperbau (BMI unter 20) sind die Beschwerden oft stärker.

  • Zyklusstärke und -länge

    Wenn Sie generell eher heftige, lang anhaltende oder unregelmäßige Monatsblutungen haben, entwickeln Sie häufiger stärkere Schmerzen.

  • Lebensstil

    Nikotin, Alkohol, Koffein, Bewegungsmangel, eine unausgewogene Ernährung und Stress können die Symptome während des prämenstruellen Syndroms und der Menstruation verstärken.

  • Genetische Veranlagung

    Primäre Regelschmerzen können vererbt werden.

  • Gebärmutter-Anomalien

    Ist die Gebärmutter sehr klein oder liegt sie nicht ganz richtig im Unterleib, können die Kontraktionen ebenfalls schmerzhafter sein.

Sie leiden an starken Unterleibsschmerzen während der Regel?

Sekundäre Regelschmerzen

Sekundäre Regelschmerzen (u. U. mit Zyklusstörungen und Schmierblutungen, bzw. starken Blutungen einhergehend) haben eine organische Ursache oder hängen mit mechanischen Verhütungsmitteln zusammen. Sie treten häufig erst ab einem Alter von 30 Jahren auf.
Ursachen für sekundäre Regelschmerzen können sein:
  • Endometriose (Wucherung der Gebärmutterschleimhaut)
  • Myome (gutartige Geschwulste der Gebärmuttermuskulatur)
  • Polypen (gutartige Geschwulste der Gebärmutterschleimhaut)
  • Zysten (mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume, etwa in den Eierstöcken)
  • Eileiterentzündung
  • Bösartige Tumoren (z. B. Gebärmutterhals- oder Eierstockkrebs)
  • Spirale

Muss ich bei starken Regelschmerzen ärztlichen Rat einholen?

Bitte lassen Sie die Menstruationsbeschwerden gynäkologisch abklären, wenn:
  • Sie wiederholt oder ganz plötzlich unter starken Regelschmerzen leiden
  • der Zyklus sehr unregelmäßig ist, bzw. sich stark verändert
  • die Blutungen plötzlich stärker, schwächer, länger oder kürzer werden
  • die Beschwerden erst ab einem Alter von 30 Jahren auftauchen
  • Sie nach der Menopause bluten, bzw. braunen Ausfluss entwickeln
  • Sie mit einer Spirale verhüten

Vorsorge

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Was hilft bei Regelschmerzen?

Bei sekundären Regelschmerzen muss die zugrundeliegende Ursache beobachtet und gegebenenfalls therapiert werden. Primäre Regelschmerzen hingegen lassen sich nicht vollständig vermeiden – und es gibt auch keine allgemein wirksame Therapie dagegen.
Dennoch müssen Sie Regelschmerzen nicht einfach aushalten, sondern können aktiv etwas dagegen tun. Hier haben wir einige der wichtigsten Behandlungsmethoden für Sie zusammengestellt und zeigen Ihnen, welche Therapie schnell und wirksam hilft.

Nichtmedikamentöse Wärmebehandlung bei Regelschmerzen

Wenn Sie Ihren Organismus nicht regelmäßig mit Arzneimitteln belasten möchten, können Sie zu nichtmedikamentösen Mitteln greifen, um Regelschmerzen schnell in den Griff zu bekommen. Hier ist der heiße Favorit seit jeher die Wärme – ob nun in Form eines heißen Bades, einer Wärmflasche oder eines Saunabesuchs. Besonders gut geeignet für die Linderung von Periodenschmerzen sind sich selbst erwärmende Wärmepflaster, die im Alltag diskret unter der Kleidung getragen werden können. Die ThermaCare Wärmeauflagen bei Regelschmerzen entfalten aufgrund eines kontrollierten Oxidationsprozesses wohltuende Tiefenwärme von konstant ca. 40 °C, die acht Stunden lang anhält.

Übrigens: In einer kontrollierten wissenschaftlichen Studie wurde diese Tiefenwärme von Betroffenen als genauso wirksam wie Ibuprofen empfunden1. Außerdem kam es zu einer deutlichen Verbesserung bestimmter Werte für Lebensqualität (wie Krämpfe und Druckschmerz in der Brust) während der Menstruation bei primärer Dysmenorrhö im Vergleich zum nicht-wärmenden Pflaster.

Wie genau wirkt Wärme bei verspannungsbedingten Schmerzen? Hier erfahren Sie es:

  • ThermaCare bei Regelschmerzen

    zur Behandlung von Regelschmerzen

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Hilfe bei nächtlichen Regelschmerzen

Bei Periodenschmerzen, Schlafstörungen und innerer Unruhe in der Nacht helfen pflanzliche Arzneimittel, die beruhigend und schlaffördernd wirken, z. B. Präparate aus:

  • Hopfen
  • Baldrian
  • Passionsblume
  • Melisse

Produkte, die das Neurohormon Melatonin und L-Tryptophan (eine Vorstufe von Serotonin) enthalten, können ebenfalls die Schlafbereitschaft des Körpers während der Periode erhöhen. In Kombination mit einer Wärmeanwendung wie einem Wärmepflaster, das die ganze Nacht hindurch konstante Tiefenwärme abgibt, können Menstruationsschmerzen auch in der Nacht gelindert werden.
Handmassage Akupressur

Weitere Hausmittel gegen Regelschmerzen

  • Tees, Tinkturen und ätherische Öle aus Heilpflanzen
  • Aromatherapie
  • Bewegung
  • Massage
  • Akupressur
  • Transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS)
  • Entspannungsübungen
  • eine ausgewogene Ernährung
  • Einnahme bestimmter Nährstoffe wie Magnesium, Kalium und Eisen

Welcher Tee hilft besonders gut bei Regelschmerzen? Welche Akupressurpunkte verschaffen Erleichterung? Und welche Nährstoffe sind für die Ernährung während der Periode besonders wichtig? Lesen Sie unseren Artikel zu Hausmitteln bei Menstruationsbeschwerden:

Regelmäßige Bewegung hilft bei akuten Periodenschmerzen und wirkt vorbeugend bei PMS- und Menstruationsbeschwerden. Entdecken Sie effektive Yoga- und Dehnungsübungen gegen Bauch- und Rückenschmerzen während der Periode:

Medikamentöse Behandlung bei Regelschmerzen

Bei akuten und starken Regelschmerzen versprechen pflanzliche und homöopathische Mittel natürliche Hilfe. Herkömmliche Schmerztabletten helfen kurzfristig. Für eine längerfristige Lösung bei wiederkehrenden starken Periodenschmerzen eignen sich möglicherweise Hormonpräparate.

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Pflanzliche Mittel

Es gibt eine Reihe von Mitteln, die auf Heilpflanzen basieren und schmerzlindernd und krampflösend wirken können. Folgende Produkte pflanzlichen Ursprungs können bei leichten bis starken Periodenschmerzen eingesetzt werden:
  • Mönchspfefferextrakt in Form von Tropfen, Kapseln oder Tabletten (regt die Gelbkörperhormon-Produktion an und kann so einen positiven Einfluss auf den Hormonhaushalt haben. Achtung: Bitte Einnahme ärztlich abklären, da Mönchspfeffer allergische Reaktionen auslösen kann und bei Hormontherapie und manchen Vorerkrankungen nicht verwendet werden darf.)
  • CBD in Form von Öl, Tee oder Kapseln (CBD steht für Cannabidiol, das aus Cannabis gewonnen wird. Da es kein psychoaktives THC enthält, ist es in Deutschland frei erhältlich. CBD wirkt schmerzlindernd und krampflösend.)
  • Schafgarbenkraut-Trockenextrakt (vermindert leichte, krampfartige Regelbeschwerden)

Homöopathie gegen Regelschmerzen

Wenn Sie auf homöopathische Arzneimittel setzen, eignen sich die folgenden Präparate für die Behandlung von Regelschmerzen:
  • Magnesium phosphoricum D4 (bei krampfartigen Schmerzen)
  • Chamomilla D6 (bei kolikartigen Schmerzen und Verdauungsstörungen)
  • Veratrum album D6 (bei Kreislaufbeschwerden)
  • Viburnum opulus D4 (bei Schmerzen vor der Blutung)
  • Agnus Castus D6 (homöopathisch potenzierter Auszug aus Mönchspfeffer)

Zur genauen Wirkung und Dosierung befragen Sie bitte homöopathisch geschulte Ärzt:innen oder Heilpraktiker:innen.

Schmerzmittel

Die folgenden Medikamente sind in niedriger Dosierung rezeptfrei in der Apotheke erhältlich und können gegen Regelschmerzen eingesetzt werden, wenn keine gesundheitlichen Gründe dagegen sprechen:
  • Ibuprofen (entzündungshemmendes nichtsteroidales Antirheumatikum)
  • Naproxen (entzündungshemmendes nichtsteroidales Antirheumatikum)
  • Paracetamol (Nichtopioid-Analgetikum)
  • Schmerzpräparate auf der Basis von Butylscopolamin in Kombination mit Paracetamol für eine krampflösende Wirkung
Der Vorteil: Die Wirkstoffe dieser Arzneimittel sorgen unter anderem dafür, dass weniger Prostaglandin gebildet wird. Da dieses Hormon für die übermäßig starken Kontraktionen und die schlechtere Durchblutung der Gebärmutter verantwortlich ist, verringern sich so normalerweise die Schmerzen. Aufgrund ihrer möglichen Nebenwirkungen sollten Schmerzmittel ohne ärztliche Anweisung jedoch grundsätzlich nicht allzu oft und nur kurzzeitig eingenommen werden.

Hormonpräparate

Die Anwendung folgender rezeptpflichtiger hormoneller Verhütungsmittel kann Regelschmerzen und andere hormonbedingte Symptome stark verbessern, bzw. ihnen ganz vorbeugen:
  • Antibaby-, Kombi- oder Mikropille (Östrogen-Gestagen-Kombinationspräparate)
  • Minipille (Gestagenpille)
  • Hormonspirale
  • Hormonpflaster
  • Vaginalring
  • Drei-Monatsspritze
  • Hormonimplantat

Diese Optionen kommen naturgemäß allerdings nur infrage, wenn Sie aktuell keinen Kinderwunsch hegen, bzw. keine gesundheitlichen Einschränkungen haben, die gegen die Anwendung dieser hormonellen Verhütungsmittel sprechen. Die Einnahme von Hormonpräparaten muss grundsätzlich ärztlich kontrolliert werden.

Soforthilfe: Eine schnelle Linderung von akuten Periodenschmerzen erreichen Sie mit Wärmeanwendungen, z. B. mit Wärmepflastern, ggf. in Kombination mit einem Schmerzmittel. Unterstützend dazu wirken Entspannungs-, Atem- und Lockerungsübungen.

Eine Patientin hält einen Blister der Pille

Was tun bei starken Regelschmerzen?

Wenn Sie regelmäßig starke Regelschmerzen aufgrund einer primären Dysmenorrhö haben, also keine organische Ursache für die Schmerzen vorliegt, können Sie langfristig den Schmerzen vorbeugen, indem Sie Hormonpräparate wie die Pille verwenden – allerdings nur unter Abwägung aller Vor- und Nachteile und im Rahmen einer gynäkologischen Behandlung.

häufig gestellte fragen

  • Was hilft gegen Regelschmerzen?

    Bei Regelschmerzen helfen schmerzlösende Medikamente wie Ibuprofen oder Paracetamol. Eine vergleichbar starke, aber natürliche Schmerzlinderung kann durch Wärme erreicht werden, zum Beispiel durch ThermaCare Wärmeauflagen. Ebenfalls hilfreich sind krampflösende Tees, Entspannung, Bewegung, Massage, Akupressur, Aromatherapie und eine ausgewogene Ernährung.

  • Warum kommt es zu Unterleibsschmerzen während der Periode?

    In der ersten Hälfte des Zyklus wird eine dicke, gut durchblutete Schleimhaut in der Gebärmutter aufgebaut. Kommt es in der Mitte des Zyklus (um den 14. Tag herum, je nach Zyklus) nicht zur Befruchtung, wird diese wieder abgebaut. Dabei lösen bestimmte Gewebshormone (Prostaglandine) häufig schmerzhafte Kontraktionen des Uterus aus. Das Zusammenziehen des Uterus beeinträchtigt die Durchblutung, insbesondere kleinere Gefäße werden quasi abgedrückt – was die Schmerzen verstärkt sowie das Auftreten weiterer Symptome begünstigt.
  • Welche Pille/Tablette oder welches Medikament hilft gegen Regelschmerzen?

    Für die medikamentöse Therapie von Regelbeschwerden und Unterleibsschmerzen sind rezeptfrei erhältliche Schmerzmittel, insbesondere sogenannte nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) mit den Wirkstoffen Naproxen oder Ibuprofen, das Analgetikum Paracetamol sowie Wirkstoffe wie das krampflösende Butylscopolamin geeignet, wenn diese Medikamente vertragen werden.

    Auch die Anwendung von hormonellen Verhütungsmitteln wie der Antibabypille oder einer Hormonspirale wirken bei vielen Betroffenen stark schmerzreduzierend. Diese sollten jedoch nur angewendet werden, wenn kein Kinderwunsch besteht, bzw. keine gesundheitlichen Gründe dagegen sprechen.

  • Welcher Tee hilft bei Regelschmerzen?

    Gegen Unterleibs- und Regelschmerzen helfen folgende Tees:

    • Ingwertee
    • Kamillentee
    • Schafgarbentee
    • Frauenmanteltee
    • Mönchspfeffertee
    • Thymiantee
    • Gänsefingerkrauttee
    • Johanniskrauttee
    • Beifußtee
    Darüber hinaus gibt es zahlreiche Tees, die mehrere Heilkräuter gegen Regelschmerzen kombinieren.

    Bitte beachten Sie bei der Anwendung von Tee, dass manche Heilkräuter Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln haben können. So kann beispielsweise die Einnahme von Johanniskraut die Wirkung hormoneller Verhütungsmittel wie Pille oder Hormonpflaster beeinträchtigen, bzw. zu vermehrten Zwischenblutungen führen. Daher sollte vor der Anwendung ärztlicher Rat eingeholt werden.
  • Wann treten Regelschmerzen auf?

    Das ist vom individuellen Zyklus abhängig. Manchmal wird das prämenstruelle Syndrom (PMS) als schmerzhaft erlebt, häufig setzen die Schmerzen mit dem ersten Tag der Periode ein. Die meisten Betroffenen klagen über die stärksten Schmerzen in den ersten 24 Stunden der Menstruation.

  • Was hilft sofort bei starken Regelschmerzen?

    Wenn Sie starke Regelschmerzen aufgrund einer primären Dysmenorrhö haben, also keine organische Ursache für die Schmerzen vorliegt, können Sie sich mit einer lokalen Wärmeanwendung, ggf. in Kombination mit einem Schmerzmedikament, kurzfristig Erleichterung verschaffen. Wiederkehrende oder plötzlich auftretende starke Regelschmerzen sollten gynäkologisch abgeklärt werden.

Quellen:

Quelle 1: Akin, M. D., et al. Continuous low-level topical heat in the treatment of dysmenorrhea. Obstetrics & Gynecology 2001; 97: 343 - 349