Wärmeauflagen gegen Ischiasschmerzen entdecken
ThermaCare Wärmeumschläge unterstützen Sie dabei, verspannungsbedingte Ischiasschmerzen zu lindern.

Schmerzen im unteren Rücken, die über die Hüfte bis in den Fuß ausstrahlen und mitunter mit Kribbeln, Taubheit und sogar Lähmungserscheinungen im Bein einhergehen: Der Ischiasnerv kann uns ganz schön zu schaffen machen. Näheres zu den Ursachen und zur Linderung verraten wir dir im Folgenden.
Fachlich geprüft von:
Prof. Dr. med. Karl Philipp Kutzner
Spezialist für Hüfte und Knie; Experte insbesondere für Hüft- und Knie-Endoprothetik
Zuletzt aktualisiert am: 11.08.2026
Schnell hat man den Schuldigen identifiziert, wenn sich heftige Rückenschmerzen über das Gesäß in ein Bein ziehen und für Steifheit sorgen: Es ist der Ischias. Doch was bedeutet „Ischias“ eigentlich? Und ist tatsächlich immer der Ischiasnerv für die Beschwerden verantwortlich?
Echte Ischiasbeschwerden (Ischialgie) können – im wahrsten Sinne des Wortes – ausgesprochen nervig sein. Denn sie beschreiben die meist sehr schmerzhafte Reaktion des Ischiasnervs (Nervus ischiadicus) auf eine Reizung.
Als längster und dickster Nerv unseres Körpers tritt er an verschiedenen Stellen im unteren Bereich der Lendenwirbelsäule und des Kreuzbeins (genau genommen zwischen dem vierten Lendenwirbel/L4 und dem zweiten Kreuzbeinwirbel/S2) aus dem Rückenmark aus und verläuft über das Gesäß, das Becken und die Hinterseite der Oberschenkel bis hin zum Knie, wo er sich in zwei weitere Nervenäste verzweigt und bis zum Fuß hinunterführt.

Die Aufgabe des Ischiasnervs: Er verbindet die Beinmuskulatur mit dem Gehirn und leitet Befehle und Empfindungen über das Rückenmark weiter. Bei einer Kompression (Quetschung) oder Entzündung einer seiner Nervenwurzeln z. B. durch einen Bandscheibenvorfall oder eine -vorwölbung kommt es häufig zu den charakteristischen neuropathischen Schmerzen (Nervenschmerzen oder Neuralgie), die bei einer Ischialgie als so „nervig“ (z. B. einschießend und elektrisierend) wahrgenommen werden.
Hinter einer schmerzhaften Reizung oder Schädigung des Ischiasnervs (durch Druck, Quetschung oder Entzündung) stecken in der Regel Ursachen, die schon länger andauern können.
Dazu gehören:
Übrigens: Wir wissen inzwischen, dass psychische Herausforderungen wie:
Ischiasschmerzen verstärken bzw. durch einen fortdauernd hohen Muskeltonus (Spannungszustand von Muskeln) eine Ischialgie begünstigen können.

Einseitige Beschwerden im unteren Rücken können auf Ischiasbeschwerden hindeuten
Ein akuter Ischiasschmerz, der aufgrund einer kurzfristigen Verspannung im unteren Rücken auftritt, kann in den meisten Fällen nach wenigen Tagen von allein abklingen.
Ist der Nerv jedoch entzündet oder wird über einen längeren Zeitraum irritiert, kann ein dumpfer oder ziehender Schmerz im unteren Rücken und in den angrenzenden Körperregionen bis zu sechs Wochen oder länger anhalten.
Bitte hole Rat beim Hausarzt oder bei der Hausärztin ein bei:
Fachärzt:innen aus den Bereichen der Orthopädie, Sportmedizin, Neurochirurgie und Neurologie können anhand verschiedener Untersuchungen bestimmen, welche Ursachen den Beschwerden zugrunde liegen.
Vor einer (Selbst-)Behandlung solltest du grundsätzlich die Ursache der Beschwerden ärztlich abklären lassen: Liegen den Ischiasschmerzen unspezifische (z. B. Muskelverspannungen) oder spezifische Gründe (z. B. ein Bandscheibenvorfall) zugrunde? An dieser Diagnose orientiert sich die Therapie der Ischialgie.
Vor allem bei verspannungsbedingten Kreuzschmerzen kannst du bewährte (Haus-)Mittel, wie Wärme, Bewegung und Massage, einsetzen, die die Muskulatur lockern und die Regeneration des betroffenen Gewebes fördern.
Auch bei ernsthafteren Ursachen wie einem Bandscheibenvorfall können verschiedene nicht-medizinische (alternative) Maßnahmen zur Schmerzlinderung und damit zur Entspannung des Ischiasnervs beitragen. Diese solltest du allerdings vorher mit den behandelnden Ärzt:innen abstimmen, um die schulmedizinische Therapie und den Heilungsverlauf nicht ungünstig zu beeinflussen. Dies gilt insbesondere auch bei bekannten Grunderkrankungen wie Diabetes oder Rheuma sowie „Ischias“ in der Schwangerschaft.
Eines der populärsten Hausmittel bei Rückenschmerzen sind Wärmeanwendungen wie Wärmepflaster, Wärmflasche, Infrarot, Fangopackungen oder Sauna.
Treten die Ischiasschmerzen infolge einer muskulären Verspannung auf, empfehlen wir dir, mit Wärmetherapie den Nerv und das ihn umgebende Gewebe zu beruhigen und die Muskelregeneration durch eine Aktivierung der Durchblutung anzuregen.
Die Wärmeumschläge ThermaCare bei Rückenschmerzen eignen sich besonders gut für eine Alltagsanwendung, da sie diskret unter der Kleidung getragen werden können und dort bis zu 8 Stunden lang eine konstante Wärme von ca. 40 °C direkt in das Gewebe abgeben und bis zu 16 Stunden Schmerzlinderung ermöglichen.
Ist die Ischialgie durch eine Entzündung oder Verletzung des Nervs entstanden? Dann solltest du es mit Kälte versuchen. Denn Kälteanwendungen verringern die Durchblutung, Schwellung und Schmerzwahrnehmung.
Für die Kältetherapie eignen sich Coolpads, Eiskompressen, Kältesprays, Eisbäder oder kühlende Schmerzgele, z. B. das Schmerzgel von ThermaCare (Pflichttext), die direkt an der schmerzenden Stelle aufgetragen werden.
Ganz gleich, ob du auf Wärme oder Kälte setzt: Sollte eine thermotherapeutische Anwendung unangenehm werden, breche sie bitte sofort ab und erkundige dich in deiner Arztpraxis nach Alternativen.

Unabhängig von der Diagnose solltest du einen starken Ischiasschmerz zumindest kurzfristig medikamentös lindern, wenn keine Gründe (z. B. Schmerzmittelunverträglichkeit oder Arzneimittelabhängigkeit) dagegensprechen.
Wenn der Schmerz nicht mehr so intensiv ist, kannst du temporär aus der Schonhaltung herauskommen, dich selbst mobilisieren und deine Wirbelsäule in ihre natürliche Aufrichtung bringen. So kannst du verhindern, dass die Nervenschmerzen chronisch werden und sich ein Schmerzgedächtnis entwickelt.
Die Gabe der Schmerzmittel orientiert sich an der Heftigkeit und Dauer der Schmerzen sowie an der Verträglichkeit. Zunächst kannst du bei Ischiasschmerzen vorübergehend nichtsteroidale Antirheumatika (z. B. Ibuprofen, Diclofenac oder Naproxen) oder andere Schmerzmittel (z. B. Novaminsulfon) einnehmen.

Sind diese nicht wirksam genug, kann dir dein Arzt / deine Ärztin stärkere Schmerzmittel in Form von Coxiben, schwachen Opioiden sowie bei starken Muskelverspannungen auch Muskelrelaxanzien verschreiben. Da diese Medikamente starke Nebenwirkungen und ein Suchtrisiko haben, solltest du sie nur kurzzeitig und unter einer engmaschigen ärztlichen Kontrolle anwenden.
Entzündungshemmende Wirkstoffe wie Kortison oder Steroide können oral eingenommen oder als Spritze direkt in das gereizte Gewebe gegeben werden, versprechen bei Ischialgie aber, wie wir wissen, nur kurzfristige Erfolge.
Bei chronischen Beschwerden, z.B. wenn ein langwieriger Bandscheibenvorfall oder eine andere Degenerationserscheinung der Wirbelsäule der Ischialgie zugrunde liegt, kann auch der schmerzlindernde und stimmungsaufhellende Effekt bestimmter Antidepressiva (z. B. trizyklische Antidepressiva) für die längerfristige Schmerzbekämpfung genutzt werden.
Natürlich können Ischiasschmerzen die Bewegungsfähigkeit extrem einschränken. Wir raten dir aber davon ab, dich mit „Ischias“ sofort und für unbestimmte Zeit aufs Sofa zu legen (und wenn doch, dann am besten mit Stufenlagerung).
Denn ganz gleich, ob Verspannungen, ein Bandscheibenvorfall oder andere degenerative Prozesse in der Wirbelsäule die Schmerzen auslösen, sollte die Muskulatur in Rücken, Gesäß, Hüfte und Beinen schnell wieder mobilisiert werden. Denn nur mit ausreichender Bewegung kannst du auf Dauer einer einschränkenden Schonhaltung und den daraus resultierenden Schmerzen entkommen.
Mit den folgenden Übungen kannst du die Muskeln im unteren Rücken gezielt lockern und dehnen, sodass sich Verspannungen, die auf den Nerv drücken, und möglicherweise auch der Ischiasnerv selbst, lösen lassen.
Der Piriformis-Muskel liegt unter dem großen Gesäßmuskel und verbindet das Kreuzbein mit dem Oberschenkelknochen.
Je nach Sitzposition oder Beanspruchung der Muskulatur kann dieser Muskel verkrampfen und auf den Ischiasnerv im Gesäß drücken, der dadurch gereizt wird: Es entstehen stechende oder ziehende Schmerzen, die bis in ein Bein ausstrahlen können.
Mit dieser einfachen Übung kannst du die Schmerzen schnell lindern und Überspannungen vorbeugen.
Schritt 1
Gehe in den Vierfüßlerstand.
Schritt 2
Hebe ein Bein so an, dass es ausgestreckt in der Luft schwebt.
Schritt 3
Schiebe den Oberkörper ein wenig nach vorne und verlagere das Körpergewicht zur schmerzenden Gesäßseite, also nach links oder rechts. Versuche, diese Dehnung für einige Sekunden zu halten.
Schritt 4
Wenn du diese Übung intensivieren möchtest, hebst und senkst du die Gesäßhälfte in Richtung Standbein, indem du sie anspannst und locker lässt.
Dadurch wird der Piriformis-Muskel gezielt trainiert und du kannst die Schmerzen, die durch den gereizten Ischiasnerv ausgelöst werden, lindern.
Wer „Ischias“ hat, möchte die damit assoziierten unangenehmen Nervenschmerzen schnell wieder loswerden. Eine rasche Linderung kannst du mit einer Kombination aus Lockerungs- und Dehnungsübungen für den unteren Rücken, therapeutischen Wärme- oder Kälteanwendungen (je nachdem, was du als angenehmer empfindest) und kurzfristiger Schmerzmedikation erreichen.
Erfahrene Physiotherapeuten können mit einer vorsichtig eingesetzten manuellen Therapie (z. B. medizinischer Massage, Chiropraktik oder Osteopathie) schnell muskuläre Rückenverspannungen lockern sowie Gelenke und Wirbel deblockieren, um den Ischiasnerv zu lösen.
Bei heftigen Schmerzen und starken Bewegungseinschränkungen kann eine entzündungshemmende und schmerzstillende Spritze zwischen die Rückenmarkshäute bzw. in der Nähe der betroffenen Nervenwurzel für kurzfristige Linderung sorgen. Diese Spritzentherapie wird von Orthopäd:innen und Neurochirurg:innen angeboten.
Wenn sich im Laufe einer Schwangerschaft die Körperhaltung verändert, um das höhere Eigengewicht und das des Kindes besser tragen zu können, nehmen Schwangere häufig eine Fehlhaltung (z. B. ein Hohlkreuz) ein.
Kommen dann noch eine zunehmende Unbeweglichkeit, Druck auf den Ischiasnerv oder die untere Hohlvene durch die Gebärmutter und ein hormonell bedingter Stabilitätsverlust der Wirbelsäule hinzu, kann es schnell zu Rückenschmerzen in Form z. B. einer Ischialgie kommen.
Auch eine natürliche Geburt kann zu einer Reizung des Ischiasnervs führen. Und das Leben mit Baby und Kleinkind ist ebenfalls sehr herausfordernd für den Rücken.
Bei verspannungsbedingten Ischiasschmerzen können wärmende Anwendungen zu einer Lockerung und Entspannung der Muskulatur beitragen.
Ist jedoch eine Entzündung des Ischiasnervs oder ein akuter Bandscheibenvorfall für die Schmerzen verantwortlich, können kühlende Anwendungen besser geeignet sein, um die Durchblutung, Schwellung und Schmerzwahrnehmung zu reduzieren.
Vor einer thermotherapeutischen Behandlung solltest du dich ärztlich beraten lassen.
Ein akuter Ischiasschmerz, der aufgrund einer kurzfristigen Verspannung im unteren Rücken oder eines Piriformis-Syndroms auftritt, klingt meist nach wenigen Tagen von allein ab.
Ist der Nerv entzündet oder wird über einen längeren Zeitraum gequetscht, kann ein dumpfer oder ziehender Schmerz im unteren Rücken und in den angrenzenden Körperregionen bis zu sechs Wochen oder länger anhalten.