Wärmeumschläge bei einem Bandscheibenvorfall
Entdecke die ThermaCare Wärmeumschläge für den unteren Rücken und die Hüfte, um die Schmerzen nach einem Bandscheibenvorfall zu lindern.

Bei dem Wort "Bandscheibenvorfall" denken wir meist an heftige, ausstrahlende Schmerzen und Einschränkungen der Beweglichkeit, die sich über Wochen und Monate hinziehen können. Doch wie entsteht ein Bandscheibenvorfall, ist er immer so schmerzhaft und was hilft gegen akute Beschwerden? Hier findest du es heraus.
Die menschliche Wirbelsäule ist ein wahres Multitalent: Sie erlaubt uns den aufrechten Gang, verleiht uns Stabilität und Beweglichkeit und schützt das empfindliche Rückenmark. Um diesen Aufgaben gerecht zu werden, ist unser Rückgrat ein komplexes Gebilde aus Wirbelkörpern und -gelenken, Bändern, Sehnen, Faszien und Bandscheiben.
Der Mensch hat 23 Bandscheiben. Jede Bandscheibe hat einen Wasseranteil von bis zu 85 % und besteht aus einem inneren weichen Gallertkern und einem äußeren knorpeligen Faserring.
Die Bandscheiben federn als organische Puffer den Druck zwischen den Wirbeln ab und halten einen Abstand zwischen den Wirbelkörpern, sodass die Nerven des Rückenmarks bei Bewegung nicht komprimiert werden.
Bandscheiben brauchen eine regelmäßige Be- und Entlastung, um elastisch zu bleiben. Mangelt es an Bewegung bzw. verharrt der Körper lange in einer Fehlhaltung (z. B. beim Sitzen oder Schlafen), werden die Bandscheiben ungünstig strapaziert und nicht mehr richtig ernährt, sodass sie sich nicht mehr erholen können.
Kommen dann noch natürliche Alterungsprozesse und Abnutzungserscheinungen der Wirbelsäule sowie ein sinkender Wassergehalt in den Körperzellen hinzu, beginnen die Bandscheiben spröde, brüchig und flacher zu werden.
Ist der Faserring spröde geworden, kann er unter Druck (z. B. durch eine ungewohnt starke Belastung) nachgeben: Die innere Gallertmasse wölbt sich vor (Bandscheibenvorwölbung oder Protrusion) oder der Faserring reißt ganz ein und die Gallertmasse tritt komplett aus dem Faserring (Bandscheibenvorfall oder Prolaps).
Dabei kann das Material der Bandscheibe auf Nervenwurzeln im Rückenmark drücken und so Schmerzen, Empfindungsstörungen und Lähmungserscheinungen verursachen, die in angrenzende Regionen und Körperteile ausstrahlen.

So unterscheiden sich eine gesunde und eine geschädigte Bandscheibe

Bei Fehlbelastung oder starker Überbelastung des Rückens steigt das Risiko für einen Bandscheibenvorfall
Ein Bandscheibenvorfall kann sich auf unterschiedliche Arten äußern. So kann es bei manchen Betroffenen zu sehr starken Kreuzschmerzen mit Ausstrahlung kommen, während andere nur wenige bis gar keine Beschwerden haben.
Wir beobachten die folgenden Begleiterscheinungen bei Bandscheibenvorfällen:
Plötzlich auftretende ziehende, drückende oder stechende Schmerzen in der betroffenen Rückenregion
Akute Schmerzen bei stärkeren Belastungen oder sportlichen Tätigkeiten
Schmerzen, die bis in angrenzende Bereiche und Körperteile (Nacken, Kopf, Schulter, Arme, Gesäß, Hüfte oder Beine) ausstrahlen können
Eingeschränkte Beweglichkeit und ein Gefühl ständiger Blockierung
Muskelverspannungen und permanent verhärtete Rückenmuskulatur (Myogelose)
Reflex- und Empfindungsstörungen (Parästhesien wie Kribbeln oder Taubheitsgefühle in Armen oder Beinen)
Neurologische Ausfallerscheinungen (Lähmungserscheinungen der Muskulatur in Armen oder Beinen)
Harn- und/oder Stuhlinkontinenz
Gefühl der Taubheit im Genitalbereich (Reithosenanästhesie)
Querschnittssyndrom (z. B. Cauda-Syndrom)
Da sich ein Prolaps ganz unterschiedlich zeigen kann, kann er in der Regel nur mit folgenden bildgebenden Verfahren diagnostiziert werden:
MRT (Magnet-Resonanz-Tomografie)
CT (Computer-Tomografie)
Sonografie (Ultraschall)/Elastografie
Röntgen und Myelografie (Röntgenaufnahme, bei der Kontrastmittel in den Wirbelkanal gespritzt wird)

Die Diagnose erfolgt mittels bildgebender Verfahren
Darüber hinaus gibt es bei Frauen* und anderen Menschen, die von Zyklusschwankungen und gynäkologischen Erkrankungen oder Besonderheiten betroffen sind, weitere mögliche Ursachen für Rückenschmerzen, etwa hormonelle Schwankungen. Mehr dazu erfährst du in unserem Ratgeber Schmerzen im unteren Rücken bei Frauen.
In den meisten Fällen heilt ein Bandscheibenvorfall innerhalb von 4 bis 12 Wochen von allein aus. Diesen natürlichen Heilungsprozess kannst du durch Rückenübungen und andere therapeutische Maßnahmen unterstützen.
Dauern die Schmerzen länger als drei Monate an oder werden sie von Symptomen wie Empfindungsstörungen (z. B. Kribbeln und Taubheitsgefühle), Lähmungserscheinungen in den Armen oder Beinen oder Inkontinenz begleitet, muss unter Umständen operiert werden. Eine drei- bis sechswöchige Reha-Maßnahme kann nach einer Operation oder bei einem schweren Verlauf die Rückkehr in den Alltag erleichtern.
Ein Bandscheibenvorfall und eine Bandscheibenoperation zählen zu den Krankheiten, bei denen eine stufenweise Wiedereingliederung (Hamburger Modell) in das Arbeitsleben über einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten zum Tragen kommen kann.
Bei dir wurde ein Prolaps diagnostiziert. Wie geht es jetzt weiter? Ob konservative Therapie oder Operation, ob medizinische Behandlung oder Selbsthilfe: Das sind die vielversprechendsten Maßnahmen nach einem Bandscheibenvorfall.
Tipp: Vertraue auf die Selbstheilungskräfte deines Körpers. Körpereigene Enzyme können die ausgetretenen Teile einer Bandscheibe effektiv abbauen, wenn du deinen Körper mit der richtigen Form von Bewegung, gesunder Ernährung, Entspannung und einem Fokus auf eine rückengerechte Körperhaltung unterstützt.
Bei einem akuten Bandscheibenvorfall, wenn es zu entzündlichen Prozessen innerhalb des betroffenen Gewebes kommt, ist eine Kältetherapie angezeigt. Kälteanwendungen reduzieren die Durchblutung, wirken abschwellend, entzündungshemmend und schmerzlindernd.
Wärmeanwendungen hingegen, wie z. B. die Wärmeumschläge von ThermaCare, eignen sich vor allem bei Verspannungen im Rücken oder Nackenverspannungen, wie sie im Rahmen einer chronischen Bandscheibenschädigung vorkommen können. Wärmetherapeutische Maßnahmen fördern die Durchblutung im Gewebe, wirken schmerzlindernd und unterstützen die Regeneration der Muskulatur.
Ein Prolaps kann mit heftigen Schmerzen einhergehen und eine unbewusste Schonhaltung auslösen, die Muskelverspannungen verschlimmert und die Beweglichkeit noch weiter einschränkt. Außerdem kann es bei langanhaltenden, starken Schmerzreizen zur Ausbildung eines Schmerzgedächtnisses kommen, d. h. der Körper reagiert in der Folge auf Schmerzimpulse sensibler und die Schmerzen werden chronisch wahrgenommen.
Deshalb werden bei einem akuten Bandscheibenvorfall in der Regel zunächst schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente verschrieben, wie z. B.:
nichtsteroidale Antirheumatika (z. B. Ibuprofen, Diclofenac oder Naproxen)
Analgetika (z. B. Paracetamol)
Muskelrelaxanzien und Opioide (bei sehr starken Schmerzen)
Kortikoide (wirken entzündungshemmend)
Antidepressiva (bei chronischen Beschwerden)
Schmerzsalben und -gele
Unterstützend können die folgenden Maßnahmen die akuten Schmerzen eines Bandscheibenvorfalls lindern und die Selbstheilungskräfte des Körpers unterstützen:
Achtung: Auch manuelle Therapie (wie z. B. Chiropraktik, Osteopathie, Massage, Akupunktur und Akupressur) kann sehr hilfreich bei der Behandlung von Bandscheibenschäden sein, sollte aber erst eingesetzt werden, wenn die akuten Beschwerden nachgelassen haben.
Ein Bandscheibenvorfall tritt in den meisten Fällen nicht einfach aus dem Nichts auf, sondern ist die Folge von lang andauernden Fehlhaltungen und -belastungen, Bewegungsmangel oder altersbedingten Verschleißerscheinungen. Akute Beschwerden wie ein Hexenschuss oder immer wieder auftretende Schmerzen im oberen und mittleren Rücken sowie Kreuzschmerzen sind ein Warnsignal und sollten nicht abgetan werden.
Die wichtigste Maßnahme, um einem Bandscheibenvorfall vorzubeugen, ist eine regelmäßige und rückenfreundliche Bewegung, die sowohl für eine Dehnung, Lockerung und Kräftigung der Rückenmuskulatur als auch für eine Steigerung der Fitness sorgt und so zum allgemeinen körperlichen und psychischen Wohlbefinden beiträgt.
Zusätzlich kannst du mit diesen Tipps einer vorzeitigen Abnutzung der Bandscheiben entgegenwirken:
Eine rückenfreundliche Schlafposition beugt einem Bandscheibenvorfall vor
Bei einem Bandscheibenvorfall kommt es meist zu massiven Verhärtungen der Muskulatur im betroffenen Rückenbereich. Mit den folgenden Übungen kannst du deine Rückenmuskulatur sanft lockern und dehnen.
Wichtig: Bitte hole dir bei einem akuten Bandscheibenvorfall unbedingt ärztlichen Rat ein, bevor du Rückenübungen durchführst!
Der Mensch hat in der Regel 23 Bandscheiben, die sich zwischen den 24 Wirbelkörpern der beweglichen Wirbelsäule (Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule) befinden.
Bei einem Bandscheibenvorfall solltest du folgende Aktivitäten vermeiden:
Joggen, Trampolinspringen, Reiten und andere Sportarten, bei denen es zu Erschütterungen der Wirbelsäule kommt
Skifahren, Tennis, Golf und andere Sportarten sowie Übungen, bei denen die Wirbelsäule seitlich geneigt und gedreht wird
Muskeltraining an Geräten und Übungen auf dem Boden (z. B. Sit-ups), bei denen die Wirbelsäule gerundet wird
Deine ersten Ansprechpersonen bei Bandscheibenproblemen sind – nach der Hausarztpraxis – Orthopäd:innen oder Sportmediziner:innen.
Operationen werden von auf Bandscheiben spezialisierten (Neuro-)Chirurg:innen durchgeführt.
Bei Nervenschädigungen können Expert:innen aus der Neurologie oder Neurochirurgie hinzugezogen werden.
Nicht jeder Bandscheibenvorfall verursacht Schmerzen und nicht jede Form von Rückenschmerzen wird von einem Bandscheibenvorfall ausgelöst.
Kommt es zu Schmerzen bei einem diagnostizierten Bandscheibenvorfall, können diese zwischen 4 und 12 Wochen andauern.
Halten die Schmerzen länger an, handelt es sich um chronische Beschwerden, die möglicherweise operativ behandelt werden müssen.
Du solltest den Prolaps so schnell wie möglich ärztlich abklären und möglicherweise operativ behandeln lassen bei:
Beschwerden, die länger als 12 Wochen andauern
starken Empfindungsstörungen wie Kribbeln, Taubheitsgefühlen, Lähmungserscheinungen in den Armen oder Beinen bis hin zum Querschnittssyndrom
Inkontinenz oder einem Taubheitsempfinden in der Genitalzone, u. U. begleitet von Einschränkungen der Sexualfunktion
Wird ein Bandscheibenvorfall konservativ, d. h. nicht operativ behandelt, kann die Arbeitsunfähigkeit durchschnittlich 4 bis 12 Wochen andauern.
Nach einer Operation und bei schweren Verläufen kann außerdem eine drei- bis sechswöchige Reha-Maßnahme dazukommen.
Unter Umständen ist eine stufenweise Wiedereingliederung in das Arbeitsleben nach dem Hamburger Modell bei einem schweren Bandscheibenvorfall (mit oder ohne Operation) möglich.
Die bereitgestellten Informationen wurden mit größter Sorgfalt und auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse zusammengestellt. Sie dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keinesfalls eine medizinische Beratung. Die Angaben beziehen sich auf die lokale Anwendung der Wärmeauflagen. Bitte lese dir vor der Verwendung die Gebrauchsanweisung sorgfältig durch und beachte alle Hinweise.
Weitere Informationen zu unseren Qualitätsstandards findest du in unserem Redaktionellen Kodex.
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