Bandscheiben­vorfall

Eine Ärztin erklärt einer älteren Patientin ein Wirbelsäulenmodell in einer medizinischen Beratung.

Bei dem Wort "Bandscheibenvorfall" denken wir meist an heftige, ausstrahlende Schmerzen und Einschränkungen der Beweglichkeit, die sich über Wochen und Monate hinziehen können. Doch wie entsteht ein Bandscheibenvorfall, ist er immer so schmerzhaft und was hilft gegen akute Beschwerden? Hier findest du es heraus.

Bandscheibenvorfall: Das solltest du wissen

  • Die Funktion der Bandscheiben besteht darin, den Druck zwischen den 24 beweglichen Wirbelkörpern abzufedern
  • Bei einem Bandscheibenvorfall (Diskusprolaps) durchbricht die innere Gallertmasse der Bandscheibe den äußeren Faserring und tritt heraus
  • Ein Prolaps wird begünstigt durch Faktoren wie altersbedingte Verschleißerscheinungen der Wirbelsäule, Bewegungsmangel und Fehlhaltungen  
  • In den meisten Fällen heilt ein Bandscheibenvorfall innerhalb von 6 bis 12 Wochen aus
  • Unterstützende Maßnahmen bei einem Bandscheibenvorfall sind Rückenübungen, Schmerzmittel und Kälte- oder Wärmeanwendungen, wie z. B. ThermaCare Wärmeumschläge bei Rückenschmerzen
  • Zur Vorbeugung helfen Bewegung, Entspannungsübungen sowie ein ergonomischer Arbeitsplatz

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Was sind Bandscheiben?

Die menschliche Wirbelsäule ist ein wahres Multitalent: Sie erlaubt uns den aufrechten Gang, verleiht uns Stabilität und Beweglichkeit und schützt das empfindliche Rückenmark. Um diesen Aufgaben gerecht zu werden, ist unser Rückgrat ein komplexes Gebilde aus Wirbelkörpern und -gelenken, Bändern, Sehnen, Faszien und Bandscheiben.

Der Mensch hat 23 Bandscheiben. Jede Bandscheibe hat einen Wasseranteil von bis zu 85 % und besteht aus einem inneren weichen Gallertkern und einem äußeren knorpeligen Faserring. 

Die Bandscheiben federn als organische Puffer den Druck zwischen den Wirbeln ab und halten einen Abstand zwischen den Wirbelkörpern, sodass die Nerven des Rückenmarks bei Bewegung nicht komprimiert werden. 

Was ist ein Bandscheiben­vorfall?

Bandscheiben brauchen eine regelmäßige Be- und Entlastung, um elastisch zu bleiben. Mangelt es an Bewegung bzw. verharrt der Körper lange in einer Fehlhaltung (z. B. beim Sitzen oder Schlafen), werden die Bandscheiben ungünstig strapaziert und nicht mehr richtig ernährt, sodass sie sich nicht mehr erholen können. 

Kommen dann noch natürliche Alterungsprozesse und Abnutzungserscheinungen der Wirbelsäule sowie ein sinkender Wassergehalt in den Körperzellen hinzu, beginnen die Bandscheiben spröde, brüchig und flacher zu werden. 

Ist der Faserring spröde geworden, kann er unter Druck (z. B. durch eine ungewohnt starke Belastung) nachgeben: Die innere Gallertmasse wölbt sich vor (Bandscheibenvorwölbung oder Protrusion) oder der Faserring reißt ganz ein und die Gallertmasse tritt komplett aus dem Faserring (Bandscheibenvorfall oder Prolaps). 

Dabei kann das Material der Bandscheibe auf Nervenwurzeln im Rückenmark drücken und so Schmerzen, Empfindungsstörungen und Lähmungserscheinungen verursachen, die in angrenzende Regionen und Körperteile ausstrahlen

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So unterscheiden sich eine gesunde und eine geschädigte Bandscheibe

Welche weiteren Ursachen kann ein Bandscheibenvorfall haben?

Diese Faktoren tragen zusätzlich zum Abnutzungsprozess einer Bandscheibe bei:

  • Übergewicht
  • Osteoporose
  • Arthrose der Wirbelsäule
  • Wirbelgleiten (Spondylolisthesis)
  • Fehlbildungen der Wirbelsäule
  • Unfall/Verletzung
Eine Frau und ein Mann beim Anheben eines in Folie verpackten Sessels während eines Umzugs.

Bei Fehlbelastung oder starker Überbelastung des Rückens steigt das Risiko für einen Bandscheibenvorfall 

Bandscheibenvorfall erkennen: typische Symptome

Ein Bandscheibenvorfall kann sich auf unterschiedliche Arten äußern. So kann es bei manchen Betroffenen zu sehr starken Kreuzschmerzen mit Ausstrahlung kommen, während andere nur wenige bis gar keine Beschwerden haben. 

Wir beobachten die folgenden Begleiterscheinungen bei Bandscheibenvorfällen:

  • Plötzlich auftretende ziehende, drückende oder stechende Schmerzen in der betroffenen Rückenregion

  • Akute Schmerzen bei stärkeren Belastungen oder sportlichen Tätigkeiten

  • Schmerzen, die bis in angrenzende Bereiche und Körperteile (Nacken, Kopf, Schulter, Arme, Gesäß, Hüfte oder Beine) ausstrahlen können

  • Eingeschränkte Beweglichkeit und ein Gefühl ständiger Blockierung

  • Muskelverspannungen und permanent verhärtete Rückenmuskulatur (Myogelose)

  • Schmerzverstärkung beim Niesen und Husten

  • Reflex- und Empfindungsstörungen (Parästhesien wie Kribbeln oder Taubheitsgefühle in Armen oder Beinen) 

  • Neurologische Ausfallerscheinungen (Lähmungserscheinungen der Muskulatur in Armen oder Beinen)

  • Harn- und/oder Stuhlinkontinenz 

  • Gefühl der Taubheit im Genitalbereich (Reithosenanästhesie)

  • Querschnittssyndrom (z. B. Cauda-Syndrom)

Übrigens: Ein Bandscheibenvorfall kann einerseits aufgrund der heftigen Schmerzen, eingeschränkten Mobilität und Gefahr der Chronifizierung auch psychische Probleme verursachen. 

Andererseits können psychische Faktoren wie Stress, Depressionen und Angst für Fehlhaltungen und eine erhöhte Spannung in der Muskulatur sorgen, die einen Bandscheibenvorfall begünstigen sowie die Schmerzwahrnehmung negativ beeinflussen können.

Wie wird ein Bandscheibenvorfall diagnostiziert?

Da sich ein Prolaps ganz unterschiedlich zeigen kann, kann er in der Regel nur mit folgenden bildgebenden Verfahren diagnostiziert werden:

  • MRT (Magnet-Resonanz-Tomografie)

  • CT (Computer-Tomografie)

  • Sonografie (Ultraschall)/Elastografie

  • Röntgen und Myelografie (Röntgenaufnahme, bei der Kontrastmittel in den Wirbelkanal gespritzt wird)

Eine Ärztin bei der Ansicht einer Röntgenaufnahme

Die Diagnose erfolgt mittels bildgebender Verfahren

Kommt es im Rahmen eines Bandscheibenvorfalls zu Symptomen wie Kribbeln, Taubheitsgefühlen und Lähmungserscheinungen in den Armen oder Beinen oder zu Inkontinenz, können neurologische (z. B. elektrophysiologische) Untersuchungen Aufschluss über das Ausmaß einer potenziellen Nervenschädigung geben.

Achtung:  Bei Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall solltest du grundsätzlich eine ärztliche Meinung einholen. Wenn du schwere Sensibilitätsstörungen entwickelst, wie z. B. ein Querschnittssyndrom, Inkontinenz oder ein Taubheitsempfinden in der Genitalzone, muss der Bandscheibenvorfall unter Umständen operativ behandelt werden.

Deine ersten Ansprechpersonen bei Bandscheibenproblemen sind – nach der Hausarztpraxis – Orthopäd:innen oder Sportmediziner:innen. Operationen werden von auf Bandscheiben spezialisierten (Neuro-) Chirurg:innen durchgeführt. Bei Nervenschädigungen solltest du Expert:innen aus der Neurologie oder Neurochirurgie hinzuziehen.

Bandscheibenvorfall: ja oder nein?

Es muss nicht gleich ein Bandscheibenvorfall sein: Welche anderen Erkrankungen und Störungen kommen bei Rückenschmerzen auch in Betracht?

Darüber hinaus gibt es bei Frauen* und anderen Menschen, die von Zyklusschwankungen und gynäkologischen Erkrankungen oder Besonderheiten betroffen sind, weitere mögliche Ursachen für Rückenschmerzen, etwa hormonelle Schwankungen. Mehr dazu erfährst du in unserem Ratgeber Schmerzen im unteren Rücken bei Frauen.

Bandscheibenvorfall: Dauer und Verlauf

In den meisten Fällen heilt ein Bandscheibenvorfall innerhalb von 4 bis 12 Wochen von allein aus. Diesen natürlichen Heilungsprozess kannst du durch Rückenübungen und andere therapeutische Maßnahmen unterstützen. 

Dauern die Schmerzen länger als drei Monate an oder werden sie von Symptomen wie Empfindungsstörungen (z. B. Kribbeln und Taubheitsgefühle), Lähmungserscheinungen in den Armen oder Beinen oder Inkontinenz begleitet, muss unter Umständen operiert werden. Eine drei- bis sechswöchige Reha-Maßnahme kann nach einer Operation oder bei einem schweren Verlauf die Rückkehr in den Alltag erleichtern. 

Ein Bandscheibenvorfall und eine Bandscheibenoperation zählen zu den Krankheiten, bei denen eine stufenweise Wiedereingliederung (Hamburger Modell) in das Arbeitsleben über einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten zum Tragen kommen kann.

Bandscheibenvorfall: Was tun?

Bei dir wurde ein Prolaps diagnostiziert. Wie geht es jetzt weiter? Ob konservative Therapie oder Operation, ob medizinische Behandlung oder Selbsthilfe: Das sind die vielversprechendsten Maßnahmen nach einem Bandscheibenvorfall.

Tipp: Vertraue auf die Selbstheilungskräfte deines Körpers. Körpereigene Enzyme können die ausgetretenen Teile einer Bandscheibe effektiv abbauen, wenn du deinen Körper mit der richtigen Form von Bewegung, gesunder Ernährung, Entspannung und einem Fokus auf eine rückengerechte Körperhaltung unterstützt.  

  • Bei einem akuten Bandscheibenvorfall, wenn es zu entzündlichen Prozessen innerhalb des betroffenen Gewebes kommt, ist eine Kältetherapie angezeigt. Kälteanwendungen reduzieren die Durchblutung, wirken abschwellend, entzündungshemmend und schmerzlindernd. 

    Wärmeanwendungen hingegen, wie z. B. die Wärmeumschläge von ThermaCare, eignen sich vor allem bei Verspannungen im Rücken oder Nackenverspannungen, wie sie im Rahmen einer chronischen Bandscheibenschädigung vorkommen können. Wärmetherapeutische Maßnahmen fördern die Durchblutung im Gewebe, wirken schmerzlindernd und unterstützen die Regeneration der Muskulatur. 

  • Ein Prolaps kann mit heftigen Schmerzen einhergehen und eine unbewusste Schonhaltung auslösen, die Muskelverspannungen verschlimmert und die Beweglichkeit noch weiter einschränkt. Außerdem kann es bei langanhaltenden, starken Schmerzreizen zur Ausbildung eines Schmerzgedächtnisses kommen, d. h. der Körper reagiert in der Folge auf Schmerzimpulse sensibler und die Schmerzen werden chronisch wahrgenommen. 

    Deshalb werden bei einem akuten Bandscheibenvorfall in der Regel zunächst schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente verschrieben, wie z. B.:

    • nichtsteroidale Antirheumatika (z. B. Ibuprofen, Diclofenac oder Naproxen) 

    • Analgetika (z. B. Paracetamol) 

    • Muskelrelaxanzien und Opioide (bei sehr starken Schmerzen) 

    • Kortikoide (wirken entzündungshemmend)

    • Antidepressiva (bei chronischen Beschwerden)

    • Schmerzsalben und -gele

  • Unterstützend können die folgenden Maßnahmen die akuten Schmerzen eines Bandscheibenvorfalls lindern und die Selbstheilungskräfte des Körpers unterstützen:

    • Stufenlagerung
    • Rückenbandage/Lendenstützgurt/Stützkorsett
    • Physiotherapie, wie z. B. Krankengymnastik
    • Reizstromgeräte (TENS und EMS)

    Achtung: Auch manuelle Therapie (wie z. B. Chiropraktik, Osteopathie, Massage, Akupunktur und Akupressur) kann sehr hilfreich bei der Behandlung von Bandscheibenschäden sein, sollte aber erst eingesetzt werden, wenn die akuten Beschwerden nachgelassen haben.

  • Eine Operation eines Bandscheibenvorfalls ist in den meisten Fällen nicht erforderlich. Wenn doch operiert werden muss, kommen meist minimalinvasive Technologien zum Einsatz. Dabei wird das Bandscheibengewebe zum Teil (in Form einer Nukleotomie/Diskotomie) oder komplett (in Form einer Diskektomie) entfernt. Auch können die Wirbel um die geschädigte Bandscheibe herum miteinander fixiert und auf diese Weise versteift werden (Spondylodese). 

    Eine Bandscheibenoperation sollte grundsätzlich gut bedacht sein, da ein Eingriff an der Wirbelsäule immer ein gewisses Risiko mit sich bringt: So können Nerven verletzt werden und es besteht die Gefahr von Entzündungen, Nachblutungen, Wundheilungsstörungen und der Bildung von Narbengewebe.

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Wie kann ich einem Bandscheibenvorfall vorbeugen?

Ein Bandscheibenvorfall tritt in den meisten Fällen nicht einfach aus dem Nichts auf, sondern ist die Folge von lang andauernden Fehlhaltungen und -belastungen, Bewegungsmangel oder altersbedingten Verschleißerscheinungen. Akute Beschwerden wie ein Hexenschuss oder immer wieder auftretende Schmerzen im oberen und mittleren Rücken sowie Kreuzschmerzen sind ein Warnsignal und sollten nicht abgetan werden.

Die wichtigste Maßnahme, um einem Bandscheibenvorfall vorzubeugen, ist eine regelmäßige und rückenfreundliche Bewegung, die sowohl für eine Dehnung, Lockerung und Kräftigung der Rückenmuskulatur als auch für eine Steigerung der Fitness sorgt und so zum allgemeinen körperlichen und psychischen Wohlbefinden beiträgt. 

Zusätzlich kannst du mit diesen Tipps einer vorzeitigen Abnutzung der Bandscheiben entgegenwirken:
  • Auf den Flüssigkeitshaushalt achten (mindestens 1,5 bis 2 Liter täglich trinken)
  • Ergo- und Physiotherapie (z. B. zum Erlernen einer rückengerechten Körperhaltung beim Arbeiten oder Tragen von schweren Gegenständen)
  • Stilltraining und Anleitung zum Tragen eines Babys
  • Einrichtung eines ergonomischen Arbeitsplatzes
  • Rückenfreundliches Schlafen (z. B. im passenden Bett und in einer rückengerechten Schlafposition)

Ein Mann im Bett auf der rechten Seite liegend

Eine rückenfreundliche Schlafposition beugt einem Bandscheibenvorfall vor

Übungen gegen Schmerzen im Lendenbereich

Bei einem Bandscheibenvorfall kommt es meist zu massiven Verhärtungen der Muskulatur im betroffenen Rückenbereich. Mit den folgenden Übungen kannst du deine Rückenmuskulatur sanft lockern und dehnen

Wichtig: Bitte hole dir bei einem akuten Bandscheibenvorfall unbedingt ärztlichen Rat ein, bevor du Rückenübungen durchführst!

Fragen und Antworten

  • Der Mensch hat in der Regel 23 Bandscheiben, die sich zwischen den 24 Wirbelkörpern der beweglichen Wirbelsäule (Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule) befinden.

  • Bei einem Bandscheibenvorfall solltest du folgende Aktivitäten vermeiden:

    • Joggen, Trampolinspringen, Reiten und andere Sportarten, bei denen es zu Erschütterungen der Wirbelsäule kommt

    • Skifahren, Tennis, Golf und andere Sportarten sowie Übungen, bei denen die Wirbelsäule seitlich geneigt und gedreht wird

    • Muskeltraining an Geräten und Übungen auf dem Boden (z. B. Sit-ups), bei denen die Wirbelsäule gerundet wird

  • Deine ersten Ansprechpersonen bei Bandscheibenproblemen sind – nach der Hausarztpraxis – Orthopäd:innen oder Sportmediziner:innen

    Operationen werden von auf Bandscheiben spezialisierten (Neuro-)Chirurg:innen durchgeführt. 

    Bei Nervenschädigungen können Expert:innen aus der Neurologie oder Neurochirurgie hinzugezogen werden.

  • Nicht jeder Bandscheibenvorfall verursacht Schmerzen und nicht jede Form von Rückenschmerzen wird von einem Bandscheibenvorfall ausgelöst. 

    Kommt es zu Schmerzen bei einem diagnostizierten Bandscheibenvorfall, können diese zwischen 4 und 12 Wochen andauern. 

    Halten die Schmerzen länger an, handelt es sich um chronische Beschwerden, die möglicherweise operativ behandelt werden müssen.

  • Du solltest den Prolaps so schnell wie möglich ärztlich abklären und möglicherweise operativ behandeln lassen bei: 

    • Beschwerden, die länger als 12 Wochen andauern 

    • starken Empfindungsstörungen wie Kribbeln, Taubheitsgefühlen, Lähmungserscheinungen in den Armen oder Beinen bis hin zum Querschnittssyndrom 

    • Inkontinenz oder einem Taubheitsempfinden in der Genitalzone, u. U. begleitet von Einschränkungen der Sexualfunktion

  • Bei leichteren Bandscheibenbeschwerden helfen herkömmliche Schmerzmittel wie Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen oder Paracetamol.

    Bei sehr starken Schmerzen können Ärzt:innen kurzfristig stärkere Arzneimittel wie Muskelrelaxanzien und Opioide verschreiben. 

    Außerdem können entzündungshemmende Kortikoide (Cortison) und bei chronischen Schmerzen bestimmte Antidepressiva eingesetzt werden. 
  • Wird ein Bandscheibenvorfall konservativ, d. h. nicht operativ behandelt, kann die Arbeitsunfähigkeit durchschnittlich 4 bis 12 Wochen andauern. 

    Nach einer Operation und bei schweren Verläufen kann außerdem eine drei- bis sechswöchige Reha-Maßnahme dazukommen. 

    Unter Umständen ist eine stufenweise Wiedereingliederung in das Arbeitsleben nach dem Hamburger Modell bei einem schweren Bandscheibenvorfall (mit oder ohne Operation) möglich.

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Die bereitgestellten Informationen wurden mit größter Sorgfalt und auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse zusammengestellt. Sie dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keinesfalls eine medizinische Beratung. Die Angaben beziehen sich auf die lokale Anwendung der Wärmeauflagen. Bitte lese dir vor der Verwendung die Gebrauchsanweisung sorgfältig durch und beachte alle Hinweise.

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Quellen

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Sturm C, et al. Konservative Therapie bei Lumbalem Bandscheibenvorfall. Orthopädie (Heidelberg) 53, 12 (2024): 918–92.

Daentzer D, et al. Zervikaler Bandscheibenvorfall: Symptomatik, Diagnostik, Therapie. Orthopädie (Heidelberg) 54, 1 (2025): 26–39.

Humphreys SC, Eck JC. Clinical Evaluation and Treatment Options for Herniated Lumbar Disc. American Family Physician 59, 3 (1999): 575–582, 587–588.

Stoll T, et al. Physiotherapie bei Lumbaler Diskushernie. Therapeutische Umschau 58, 8 (2001): 487–492.

Schroeder GD, et al. The Epidemiology and Pathophysiology of Lumbar Disc Herniations. Seminars in Spine Surgery 28, 1 (2016): 2-7.

Segar AH, et al. Obesity Increases the Odds of Intervertebral Disc Herniation and Spinal Stenosis: An MRI Study of 1634 Low Back Pain Patients. European Spine Journal 33, 3 (2024): 915–923.