Wärmeumschläge bei ISG-Blockade
Mit ThermaCare Wärmeumschlägen können Sie Verspannungen im Iliosakralgelenk lösen.

Wenn du schon einmal eine ISG-Blockade hattest, weißt du, wie schmerzhaft und einschränkend diese Störung sein kann. Lies hier, was bei einer ISG-Blockade passiert und wie sie behandelt wird.
Fachlich geprüft von:
Prof. Dr. med. Karl Philipp Kutzner
Spezialist für Hüfte und Knie; Experte insbesondere für Hüft- und Knie-Endoprothetik
Zuletzt aktualisiert am: 08.07.2026
Eine ISG-Blockade ist eine Funktionsstörung im Kreuzbein-Darmbein-Gelenk (Iliosakralgelenk oder ISG). Die Iliosakralgelenke rechts und links verbinden die Wirbelsäule über straffe Bänder und Muskeln mit dem Becken. Instabilitäten und Dysfunktionen dieser Gelenke führen häufig zu Kreuzschmerzen und Bewegungseinschränkungen im unteren Rückenbereich.
Auch wenn eine ISG-Blockade häufig als ISG-Syndrom (Iliosakralgelenksyndrom) bezeichnet wird, handelt es sich nach medizinischer Definition um zwei verschiedene Störungsbilder. Bei der ISG-Blockade liegt eine rein mechanische Funktionsstörung vor: Die Gelenkflächen verschieben sich oder sind überlastet, laufen quasi nicht mehr „rund“.
Bei dem ISG-Syndrom treten mehrere Symptome rund um die Iliosakralgelenke auf, wie z. B. ISG-Schmerzen mit oder ohne Ausstrahlung, Fehlstellungen, Blockaden oder Entzündungen der Iliosakralgelenke (Sakroiliitis).

Die Kreuz-Darmbein-Gelenke (ISG) verbinden Wirbelsäule und Becken
ISG-Blockaden entstehen häufig durch Fehlhaltungen, Überlastung oder einseitige Belastungen, wie sie etwa beim Heben schwerer Gegenstände, beim Sport oder beim Tragen eines Kindes auftreten können.
Auch plötzliche Krafteinwirkungen, wie ein Sturz auf das Steißbein oder eine abrupte ungünstige Bewegung, können eine Blockade verursachen.
Zu den weiteren Ursachen gehören:
Diagnostiziert wird eine ISG-Blockade in der Regel von Orthopäd:innen mit Hilfe einer Anamnese und eingehender körperlicher Untersuchung inklusive Abtasten des Gelenks und Bewegungstests.
Bildgebende Verfahren wie Röntgen oder MRT (Magnetresonanztomografie) können eine ISG-Blockade in der Regel nicht darstellen, werden aber unter Umständen eingesetzt, um andere Erkrankungen wie einen Bandscheibenvorfall auszuschließen.
Mit kräftigenden und dehnenden Übungen kannst du das Iliosakralgelenk mobilisieren und stabilisieren. Gezielte Bewegung verbessert außerdem die Beweglichkeit in der Hüfte, löst Verspannungen im Rücken und stärkt die Rumpf- und Beckenmuskulatur.
Dabei solltest du stets darauf achten, die Übungen vorsichtig und langsam durchzuführen und abzubrechen, wenn sich die Schmerzen nicht verbessern oder stärker werden.
Mit diesen ISG-Übungen für Zuhause kannst du eine leichte ISG-Blockade selbst lösen oder lockern und zukünftigen Beschwerden vorbeugen.
Sehr häufig werden Schmerzen im unteren Rücken durch Störungen des Bewegungsapparates im Beckenbereich verursacht.
Mit den folgenden Übungssequenzen können Sie akute Schmerzen selbst lindern und eine Iliosakralgelenkblockade lösen. Sie benötigen dafür Matte (optional) und Stuhl sowie eine gepolsterte Sitzgelegenheit wie einen Sessel oder ein Sofa.
Übung 1
Gehe auf die Knie vor einem Sessel oder Sofa. Optional kannst du dir eine Matte unter die Knie legen. Stütze dich mit den Unterarmen auf der Sitzfläche ab. Schiebe die Knie so weit zurück, dass du dich in den Leisten durchhängen lassen kannst.
Lasse dich dann mit den Leisten voran ganz langsam nach unten absinken. Halte die Dehnung für 20 - 30 Sekunden.
Übung 2
Setze dich auf einen Stuhl und lege das linke Bein auf das rechte. Das linke Fußgelenk liegt auf dem rechten Oberschenkel kurz vor dem Knie.
Gehe nun gefühlt ins Hohlkreuz und beuge den Rumpf so weit nach vorne und unten, bis sich ein deutlicher Dehnungsschmerz zeigt. Wenn du den Rumpf nicht mehr weiter nach vorne bringen kannst, runde den Rücken ein.
Bleibe für ca. eine bis zwei Minuten pro Bein in dieser Dehnung und wechsle dann die Seite.
Mit dieser einfachen Übung kannst du schon morgens vor dem Aufstehen das ISG beweglicher machen.
Schritt 1
Lege dich auf den Rücken, die Beine sind ausgestreckt.
Schritt 2
Verlängere nun das gestreckte rechte Bein, indem du den Oberschenkel in Richtung Fuß weg von der Hüfte ziehst, bis du eine angenehme Dehnung im unteren Rücken verspürst. Die Fersen schleifen dabei über die Unterlage.
Wechsle nach jedem Zug das Bein und wiederhole die Übung dreißigmal pro Seite.

Bei einer Hüftblockade kannst du mit den folgenden Übungen die Verspannungen in der Hüftregion lösen und die Hüfte mobilisieren.
Dazu benötigst du einen kleinen Gegenstand, mit dem du Druck in bestimmte Punkte in der Muskulatur geben kannst, z. B. einen Massageknauf oder -ball.
Übung 1
Positioniere den Gegenstand genau an der Stelle des Gesäßes, wo es beim Gehen oder Heben des Beines zu Schmerzen kommt und setze dich vorsichtig darauf. Wenn die Stelle zu empfindlich ist, kannst du die Übung auch an der Wand machen und dich im Stehen auf den Gegenstand lehnen.
Bleibe eine Minute in dieser Position. Wenn der Schmerz abnimmt, kannst du deine Position leicht verändern, um ein größeres Areal um den Punkt herum zu bearbeiten.
Übung 2
Lege dich auf den Rücken und ertaste den Hüftstachel, den gut tastbaren Knochenvorsprung vorne rechts und links an der Hüfte (dort, wo bei einer Jeans vorne die kleine Hosentasche ist).
Von dem Hüftstachel aus gehst du etwas nach innen unten und suchst den Punkt, der auf Druck schmerzhaft reagiert. Drücke an dieser Stelle den Gegenstand von oben in das Gewebe. Halte den Druck auf den Punkt für eine Minute.
Suche dann den Punkt auf der anderen Seite und übe dort ebenfalls Druck aus.
Eine akute ISG-Blockade, die durch eine plötzliche Belastung oder eine unglückliche Bewegung ausgelöst wurde, kann innerhalb weniger Tage bis Wochen abklingen, vor allem, wenn sie frühzeitig erkannt und behandelt wird.
Ist die ISG-Blockade chronisch, kann sie mehrere Monate bis Jahre andauern. Mit einer geeigneten Therapie kann die Heilung beschleunigt werden.
Die ISG-Blockade (Blockade im Iliosakralgelenk) ist eine mechanische Funktionsstörung im Iliosakralgelenk, die zu Bewegungseinschränkungen und erheblichen Schmerzen im unteren Rückenbereich führen kann.
Typische Symptome einer ISG-Blockade sind starke, meist einseitige Schmerzen im unteren Rückenbereich, die bis in das Gesäß und die Oberschenkel ausstrahlen können.
Eine akute ISG-Blockade kann innerhalb weniger Tage bis Wochen abklingen, wenn sie frühzeitig behandelt wird. Eine chronische ISG-Blockade kann mehrere Monate bis Jahre andauern.
Die Dauer der Krankschreibung ist vom Schweregrad der Blockade, den beruflichen Anforderungen und dem Gesundheitszustand der betroffenen Person abhängig.
Du kannst eine ISG-Blockade mit Physiotherapie und manueller Therapie lockern und lösen und die Beschwerden mit gezielten Übungen nachhaltig reduzieren.
Unterstützend können Wärme- oder Kältetherapie und kurzfristig Schmerzmittel zum Einsatz kommen.