Wärme bei einem Bandscheibenvorfall in der HWS
Entdecke die ThermaCare Wärmeumschläge für Nacken, Schulter und Handgelenk, um die Schmerzen durch einen Bandscheibenvorfall zu lindern.

Bei Schmerzen in Nacken und Schulter, Steifheit, Schwindel, Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Armen oder Fingern könnte ein Bandscheibenvorfall (Prolaps) in der Halswirbelsäule (HWS) vorliegen. Lies hier, wie ein Bandscheibenvorfall in der HWS entsteht und wie du ihm vorbeugen kannst.
Ein Bandscheibenvorfall in der HWS ist eine Schädigung einer Bandscheibe im Bereich der Halswirbelsäule, bei der weiches Bandscheibengewebe austritt und auf Nerven drücken kann. Das löst typischerweise Nacken- und Schulterschmerzen aus, die bis in Arm, Hand oder Finger ausstrahlen können.
Eine Bandscheibe besteht aus einem festen Faserring (Anulus fibrosus) und einem weichen, gelartigen Kern (Nucleus pulposus). Bei einem Bandscheibenvorfall wird der meist bereits verschlissene oder vorgeschädigte Faserring geschwächt oder reißt ein, sodass Kernmaterial nach außen gelangt. Dort kann es auf eine aus dem Rückenmark austretende Nervenwurzel drücken und Beschwerden wie ausstrahlende Schmerzen, Taubheitsgefühle, Kribbeln oder Muskelschwäche verursachen.

So unterscheiden sich eine gesunde und eine geschädigte Bandscheibe
In der Halswirbelsäule (HWS) kann ein solcher Vorfall grundsätzlich auf jeder Höhe entstehen. Am häufigsten betrifft er die unteren Segmente C5/C6 und C6/C7 – also den beweglichsten und am stärksten belasteten Bereich des Nackens.
Die Halswirbelsäule ist ein komplexes System aus Wirbeln, Bandscheiben, Muskeln und Bändern, das eine wichtige Rolle bei der Stabilisierung des Kopfes und der Beweglichkeit des Halses spielt. Sie besteht aus sieben einzelnen Knochen, den Halswirbeln C1 bis C7. Diese Wirbel bilden den oberen (zervikalen) Teil der Wirbelsäule und befinden sich zwischen dem Schädel und der Brustwirbelsäule (BWS).
Der erste Halswirbel (C1 oder Atlas) unterscheidet sich von anderen Wirbeln, da er keine Wirbelkörper hat, sondern stattdessen einen breiten Ring, der das Gewicht des Schädels trägt. Der zweite Halswirbel (C2 oder Axis) besitzt einen nach oben ragenden knöchernen Zahnfortsatz (Dens axis), der gemeinsam mit dem Atlas eine Art Drehgelenk bildet. Dadurch kann der Kopf nach links und rechts gedreht werden.
Zwischen den Halswirbeln C2 und C7 befinden sich fünf Bandscheiben, die die HWS vor Stößen schützen und für eine gleichmäßige Belastung auf den Deckplatten der Wirbelkörper sorgen. Da die Halswirbelsäule aufgrund ihrer Struktur sehr beweglich ist, ist sie auch anfällig für Schädigungen, wie z. B. ein Bandscheibenvorfall oder eine Bandscheibenvorwölbung (Protrusion).

Ein Bandscheibenvorfall in der HWS tritt zwischen den Wirbeln C1 und C7 auf
Bei einer Bandscheibenvorwölbung bleibt der äußere Faserring der Bandscheibe intakt – der weiche Gallertkern drückt ihn nach außen, durchbricht ihn aber nicht, sodass kein Gewebe austritt. Bei einem Bandscheibenvorfall reißt der Faserring ein und Gallertgewebe tritt aus. In ausgeprägten Fällen kann sich ein Stück ganz ablösen (Sequester).
Eine Vorwölbung kann, muss aber nicht in einen Vorfall übergehen. Viele Vorwölbungen bleiben über Jahre stabil oder bilden sich sogar zurück, ohne je zu einem Vorfall zu werden. Als Teil des normalen Alterungsprozesses der Bandscheibe treten sie häufig auf und verursachen bei vielen Betroffenen keine oder nur wenige Beschwerden.
Andererseits kann ein kompletter Bandscheibenvorfall oder Sequester wieder vom Körper abgebaut werden oder schrumpfen. Auch wenn eine Vorwölbung als die leichtere und ein Vorfall als die schwerere Form gelten, sind die tatsächlich wahrgenommenen Beschwerden entscheidender für den Verlauf und die Therapie als die Diagnose.
Ein Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule kann, ähnlich wie ein HWS-Syndrom, unspezifische Symptome wie diffuse Beschwerden im Kopf verursachen. Dazu gehören:
Übrigens: Grundsätzlich hängen die Begleiterscheinungen eines Bandscheibenvorfalls in der HWS davon ab, welche Wirbel und Nervenwurzeln im Hals und Nacken betroffen sind.
Wir beobachten diese Symptome bei einem zervikalen Bandscheibenschaden mit Radikulopathie (Beeinträchtigung, bzw. Reizung bestimmter Nervenwurzeln):
Nervenwurzeln C1-4 (Höhe C2-C4): starke Nackenschmerzen und Atemnot (Achtung: medizinischer Notfall!)
Nervenwurzel C5 (Höhe C4/5): Schmerzen, Taubheit oder Kribbeln in Schulter, Arm und Hand bis zum Daumen, Schwierigkeiten beim Beugen des Armes
Nervenwurzel C6 (Höhe C5/6): Schmerzen, Taubheit oder Kribbeln in Schulter, Arm und Hand bis zum Daumen, Schwierigkeiten beim Beugen des Armes
Nervenwurzel C7 (Höhe C6/7): Schmerzen, Taubheit oder Kribbeln in Arm und Hand bis zum Zeige-, Mittel- und Ringfinger, Schwierigkeiten beim Strecken des Armes
Nervenwurzel C8 (Höhe C7/Th1): Schmerzen, Taubheit oder Kribbeln auf der Außenseite des Unterarms und der Hand bis zum kleinen Finger

Ein HWS-Syndrom kann über die Nervenwurzeln C2 bis C8 ausstrahlen
Die häufigste Ursache eines Bandscheibenvorfalls an der Halswirbelsäule ist der altersbedingte Verschleiß (Degeneration). Mit den Jahren verlieren die Bandscheiben an Wassergehalt und Elastizität, der Faserring wird brüchig und reißt leichter ein.
Begünstigt wird dieser schleichende Prozess durch:
Ein Bandscheibenvorfall kann aber auch traumatisch bedingt sein und durch einen Unfall (z. B. ein Schleudertrauma, ein Sturz oder eine ruckartige Gewalteinwirkung auf die Halswirbelsäule) ausgelöst werden. Beim Trauma wirkt eine plötzliche, hohe Kraft auf eine oft zuvor gesunde oder nur gering vorgeschädigte Bandscheibe und löst akute Beschwerden aus.
Bei einem rein degenerativen Bandscheibenvorfall bestehen meist schon länger Verschleißerscheinungen an mehreren Segmenten und ein plötzlicher Auslöser fehlt. In vielen Fällen jedoch wird eine bereits vorgeschädigte Bandscheibe durch ein traumatisches Ereignis verletzt. Dann ist das Trauma der akute Auslöser und der Verschleiß die darunter liegende Ursache für einen Bandscheibenvorfall.
Ein Bandscheibenvorfall in der HWS wird in der Regel von Orthopäd:innen oder Unfallchirurg:innen festgestellt.
Die Diagnose erfolgt durch eine gründliche körperliche Untersuchung inklusive Labordiagnostik (z. B. Blutuntersuchung), bildgebende Verfahren wie Röntgen, MRT (Magnet-Resonanz-Tomografie), CT (Computer-Tomografie) oder Sonografie (Ultraschall)/Elastografie sowie ggfs. elektrophysiologische Nervenuntersuchungen.
Dabei kann auch eine Funktionsdiagnostik der gesamten Halswirbelsäule zu Flexibilität, Bewegungsradius, Koordination und Muskelbalance der Nackenmuskulatur Aufschluss über das genaue Ausmaß einer Bandscheibenschädigung oder mögliche andere Ursachen für die Symptomatik geben.

Ein Bandscheibenvorfall in der HWS lässt sich mithilfe bildgebender Verfahren wie dem MRT feststellen
Ein Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule kann sehr schmerzhaft sein und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Viele Betroffene entwickeln aufgrund der Schmerzen und eingeschränkten Beweglichkeit eine Schonhaltung, was eine Chronifizierung der Beschwerden begünstigt.
Die Behandlung erfolgt in den meisten Fällen konservativ mit einem Fokus auf regelmäßige Bewegung und Nacken- und Rückenübungen. In der Akutphase können Thermo- und Schmerztherapie unterstützend wirken. Nur selten muss ein zervikaler Bandscheibenvorfall operiert werden.
Mit den folgenden Therapieansätzen kannst du die akuten Symptome eines Prolapses in Hals und Nacken lindern und chronischen Folgen wie einer permanenten Schonhaltung und Aktivierung des Schmerzgedächtnisses vorbeugen.
Rückenfreundliche, regelmäßige Bewegung, die unsere alltagstypischen Fehlhaltungen z. B. beim Arbeiten ausgleichen kann, ist das A und O für einen gesunden Bewegungsapparat. Außerdem trägt Bewegung zum psychischen Wohlbefinden und zur Stressreduktion bei, was die Lebensqualität nach einem zervikalen Bandscheibenvorfall verbessern und die Schmerzempfindung reduzieren kann.
Nach einem unkomplizierten Bandscheibenvorfall im Nacken solltest du das Gewebe um die betroffenen Halswirbel mit speziellen Dehnübungen und Krafttraining vorsichtig stabilisieren und mobilisieren. Dadurch kannst du die Belastbarkeit der Wirbelsäule steigern, die Regeneration der Wirbelsäule unterstützen und das Risiko für erneute Bandscheibenvorfälle reduzieren. Wichtig ist dabei, dass die Bewegungen keine ausstrahlenden Schmerzen oder Empfindungsstörungen auslösen. Ein leichtes muskuläres Ziehen ist aber unbedenklich.
Du solltest das Training langsam und dosiert aufbauen, am besten unter ärztlicher oder physiotherapeutischer Anleitung. Übungen, die die Halswirbelsäule stark belasten, z. B. Sit-ups oder Schulterdrücken, solltest du in der akuten Phase vermeiden. Stattdessen können der Unterarmstütz oder das Rudern am Kabelzug zur Stärkung der Rückenmuskulatur beitragen, ohne die Halswirbelsäule zu überlasten.
Sportliche Aktivitäten, bei denen es zu abrupten Bewegungen und Erschütterungen kommt (z. B. Kampfsportarten oder Tennis) sowie Übungen, bei denen viel Druck auf die HWS ausgeübt wird (z. B. Klimmzüge) solltest du ebenfalls unterlassen.
Wir haben dir hier einige Übungen zusammengestellt, die du nach ärztlicher Absprache individuell zusammenstellen kannst für ein tägliches Programm zur Mobilisation der Halswirbelsäule und zur Lockerung der Hals-, Nacken- und Schultermuskulatur.
Wenn die oberen zervikalen Wirbel durch einen Bandscheibenvorfall in der HWS aus dem Lot geraten sind, kann sich das durch Kopf- und Nackenschmerzen, Schwindel und Tinnitus äußern.
Die folgende Übung eignet sich bei Nackenschmerzen: Sie entspannt die Muskeln um die Halswirbelsäule herum, dehnt die Brustmuskulatur und löst Nackenverspannungen.
Mit dieser einfachen Nackendehnung kannst du Verspannungen in der geraden Nackenmuskulatur lösen und so einen steifen Nacken sanft mobilisieren.
Das Schulter-Arm-Syndrom ist eine häufige Begleiterscheinung eines zervikalen Bandscheibenvorfalls und kann zu starken Einschränkungen in der Beweglichkeit führen. Mit dieser Stretching-Übung kannst du Schulter- und Nackenschmerzen lindern und den Arm danach wieder besser anheben.
Neben gezielter Bewegung können weitere Methoden bei der Therapie eines Bandscheibenvorfalls in der HWS hilfreich sein. Bitte lass dich grundsätzlich vor der Behandlung ärztlich beraten, damit deine individuellen Voraussetzungen berücksichtigt werden.
Da ein Bandscheibenvorfall in der HWS eine schwerwiegende Schädigung der oberen Wirbelsäule darstellen kann, solltest du symptomlindernde Maßnahmen wie
in der Akutphase nur nach ärztlicher Absprache und mit der Unterstützung durch erfahrene Therapeut:innen einsetzen.
Bei einem Bandscheibenvorfall in der HWS solltest du plötzliche starke Drehbewegungen des Halses vermeiden sowie:
Ja, durch gezieltes Training der Rücken- und Nackenmuskulatur unter ärztlicher/physiotherapeutischer Aufsicht kannst du die Belastbarkeit und Beweglichkeit der Halswirbelsäule steigern, was das Risiko für erneute Bandscheibenvorfälle reduzieren kann.
Dabei solltest du zunächst mit kontrollierten Bewegungen und leichteren Gewichten trainieren. Außerdem eignen sich z. B. Übungen wie der Unterarmstütz oder das Rudern am Kabelzug.
Die bereitgestellten Informationen wurden mit größter Sorgfalt und auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse zusammengestellt. Sie dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keinesfalls eine medizinische Beratung. Die Angaben beziehen sich auf die lokale Anwendung der Wärmeauflagen. Bitte lese dir vor der Verwendung die Gebrauchsanweisung sorgfältig durch und beachte alle Hinweise.
Weitere Informationen zu unseren Qualitätsstandards findest du in unserem Redaktionellen Kodex.
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